Dienstag, 26. Februar 2013
Real avantgarde
Wenn sich, wie in der FAZ zu lesen, selbst die »digitale Anvantgarde« der Piratenpartei von Twitter trennt, war meine Lossagung vom Medium offenbar ein trendsetzender Schritt.

Überhaupt ist die Idee von politischer Betätigung ja nur unter halbwegs Gleichgesinnten fruchtbar. Aber was bieten die Piraten als Schnittmenge an? Nutzung eines Mediums (Internet), Affinität zu einer bestimmten Berufsgruppe (IT) und den Willen des demokratisch Frustrierten an seiner sinnlos erscheinenden Existenz etwas zu ändern. Letzteres müsste für alle Demokraten gleich gelten, so fällt dies als Distinktionsmerkmal aus, bleiben Medium und Beruf. Dekliniert hieße das, dass im Grunde eine Interessenvertretung SMS lesender Straßenbahnschaffner ebenso denkbar ist, wie die Partei der Straßenpflaster bemalenden Raupenschlepperfahrer oder der auf CB-Welle funkenden Frauenärzte.

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Mittwoch, 20. Februar 2013
»Der Jude Tenenbom traf so ziemlich alles, was Deutschland an schrägem Personal zu bieten hat: Autonome, Neonazis, Fußballfans, Juden, Christen und Türken und Kai Diekmann.«

Ich denke, das ist noch freundlich formuliert. (http://www.sueddeutsche.de/kultur/streit-um-buch-ueber-deutschland-alles-nazis-over-there-1.1425993)

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Für drei Sekunden daran gedacht, das alte Blog wieder zu eröffnen. Keine Antwort auf die Frage »Warum eigentlich?« gefunden. Innerer Dialog fetzt.

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Montag, 21. Januar 2013
Wahlsprechen
Bei Phrasen, die mit "Ich als FDP-Anhänger…" eingeleitet werden, kann ich niemals mit Bestimmtheit sagen, ob es sich um grammatikalisch korrekte Sätze handelt, da ich noch weit vor Erreichen des Prädikats das Zuhören oder Lesen einstelle.

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Montag, 14. Januar 2013
Dudeism. Muss man auch erst einmal drauf kommen. Ein Drehbuch beweist die Sehnsucht nach Metaphysik. Vielleicht sind Bibel, Koran, Veden etc auch nur vergeigte Coen-Werke?

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Mittwoch, 2. Januar 2013
Anti-Anti
Beim Verfolgen der Debatte um die Antisemitismus-Vorwürfe des Simon-Wiesenthal-Zentrums gegenüber Jakob Augstein auf dessen Facebook-Seite gelandet.

Nun verstehe ich *zwei* Dinge nicht: Wie man als seriöses und renommiertes Institut Antisemitismus und das, was Augstein macht, gleichsetzen kann und das Funktions- und Rezeptionskonzept von Facebook.

Aber wenn alle das gut finden, muss ja was dran sein, hie wie dort, n'est-ce pas?

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Vorsatz V2013
Nicht mehr über andere Menschen nachdenken oder sprechen, zumindest nicht in dieser überheblichen, die eigene Kleinheit verdrängen wollenden Art.

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Samstag, 29. Dezember 2012
Vom Waschsalon heimkehrend unterquerte ich ein offenes Fenster im Hochparterre, aus dem eine jungmännliche Stimme hingebungsvoll »Shake it, shake, shake, shake it like a polaroid picture!« sang, und ich dachte so bei mir, dass dies eine nette kleine Anekdote für das seither geschlossene Weblog sein könnte, ein Gedanke, den ich aber schon beim Erreichen der gegenüber liegenden Bordsteinkante verworfen hatte, denn niemals wieder kann es so werden, wie es einmal war, weil ich heute nicht mehr der bin, der ich damals gewesen.

Was prinzipiell zu begrüßen ist.

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Mittwoch, 19. Dezember 2012
Nicht zu fassen: Ich musste dem T9 meines Telefons das Wort »Cricket« per Direkteingabe anlernen. Was ist das nur für eine Welt…

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Ungefähr 30 Minuten netto gelaufen, nur drei Geh-Wege zu max. 5 Minuten eingelegt. Unglaublich, wie schnell sich mein Körper nach der langen Verletzungspause wieder ans Laufen gewöhnt.

(Den Weblog-Gedanken konsequent zu Ende denken.)

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